Montag, 19. Januar 2015

5 Dinge, die man unbedingt zum Nähen braucht

Als ich angefangen habe zu nähen, war ich ziemlich planlos. Es gibt so viele Dinge, die man kaufen kann, woher soll man am Anfang wissen, was man braucht? Die Regale und Ständer in den Stoff- und Handarbeitsläden sind voll von praktischem und überflüssigen Kleinigkeiten für die man wirklich viel Geld ausgeben kann. Nach ein paar Jahren Erfahrung, kann ich zumindest einschätzen, ohne welche Hilfsmittel ich nicht mehr leben (oder nähen) möchte.

Das wird natürlich eine sehr persönliche Liste. Ich bin der Meinung, dass man diese Dinge dringend braucht, das muss nicht für andere gelten. Aber vielleicht sind es ja für Anfänger gute Anhaltspunkte. Also, hier kommen meine

5 essentielle Nähhelfer:



1. Nähmaschine

Ich weiß, ich weiß, ich weiß, das ist ja so banal. Es gibt aber meines Wissens nach genug Leute, die auch erstmal von Hand nähen. Ich oute mich hier mal in der Beziehung als komplett unfähig. Ich bekomme von Hand keine schönen Nähte hin. Außerdem bin ich furchtbar langsam. Also darf für mich die Nähmaschine wirklich nicht fehlen.

Das ist meine Schönheit. Dass sie rosa ist, war übrigens nicht freiwillig ;)
Das war damals das spezielle Jubiläumsangebot, es ist nämlich eine Brother Innovis 10 Anniversary. Inzwischen gibt es sie für den selben Preis auch in weiß und blau. Die Maschine ist ziemlich schlicht. Es gibt keine Zierstiche und bei besonders dicken Stofflagen stößt sie an ihre Grenzen. Alles andere macht sie aber perfekt. Nach der Discounter-Nähmaschine meiner Mutter, mit der ich angefangen habe, war das eine echte Offenbarung. Einfädelhilfen! Fadenabschneider! Knopflochautomatik! Und was ich auch besonders mag, ist die durchsichtige Abdeckung der Unterfadenspule. So sieht man immer, ob da noch genug Garn vorhanden ist. Vielleicht leiste ich mir später mal ein besseres Modell, aber bisher hat sie alles mitgemacht, was ich mit ihr machen wollte. Ich würde sie jedenfalls nicht mehr hergeben.





2. Stecknadeln


Am Anfang hat mich das ja immer furchtbar genervt. Aber es ist wirklich wahr: Je mehr man steckt und heftet, desto ordentlicher wird es am Ende. Ich bin dabei ein Fan von den besonders langen. Die bändigen auch rutschigen oder besonders dicken Stoff.






3. Scheren


Eine gute Stoffschere ist wirklich wichtig. Am Anfang habe ich einfach irgendeine Bastelschere zum Stoffe zuschneiden verwendet. Das hat mehr schlecht als recht funktioniert. Die Schere blieb ständig hängen und im schlimmsten Falls zieht man auch noch Fäden.
Eine Stoffschere darf aber nur zum Stoffschneiden verwendet werden, sonst wird sie unscharf oder bekommt fiese Scharten.
Deshalb habe ich mehrere Scheren: Eine für den Stoff (das ist die große mit dem schwarzen Griff). Meine ist ein ganz günstiges Modell von IKEA. Sie wird sicher nicht so lange scharf bleiben wie gute (teure) Scheren, aber sie leistet bisher gute Dienste. Solange man nie Papier oder ähnliches damit schneidet wird es auch eine Weile so bleiben. Die anderen Scheren sind daher für Papier und die kleinen für das Fadenabschneiden.




4. Bügeleisen

Auch das war mir am Anfang nicht klar: Bügeln ist wichtig! Während ich meine normalen Klamotten nie bügel, weil es nicht nötig ist, kommt man beim Nähen nicht drum rum. Und das gute: Je mehr man zwischendurch bügelt, desto ordentlicher wird das Nähstück am Ende. Meistens hat man ja auch schon ein Bügeleisen zu Hause. Meines ist (rosa, urgs) geerbt, genauso wie das wunderschön bezogene Bügelbrett, das man unten drunter erkennen kann.




Und am wichtigsten fürs Nähen ist......(Trommelwirbel).....











5. Der Nahttrenner

 

Die traurige Wahrheit: Das wichtigste Ding, etwas, was ich ständig verwende, und was nie fehlen darf beim Nähen, ist der Nahttrenner. Jeder macht Fehler und wie oft ist es mir schon passiert, dass ich (obwohl das ganz genau in der Anleitung steht) die falschen Seiten zusammengenäht habe, oder sonst irgendwelchen Murks gemacht habe. Dann ist der Nahttrenner die Rettung. Es ist der einfachste Weg Nähte wieder aufzubekommen. Der kleine auf dem Bild war bei meiner Nähmaschine dabei, bei dem löst sich auch schon die Beschichtug. Der große ist neu und gefällt mir richtig gut. Erst hab ich gedacht, er wäre zu groß und man würde damit gar nicht zwischen oder unter die Nähte bekommen. Aber er ist richtig schön flach, so dass es trotzdem geht. Und er ist vorne nicht zu spitz, man rammt ihn also nicht aus Versehen in den Stoff.

So, das waren die 5 allerwichtigsten Dinge. Demnächst folgen dann noch 5 weitere Dinge, die man zwar nicht dringend braucht, die ich aber so praktisch finde, dass ich sie trotzdem vorstellen will...


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