Ich schiebe den Pullover weiter in meinem Kopf hin und her. Zwischendurch schiebt sich dann immerwieder eine Stimme in den Vordergrund, dass ich ja bei allen Überlegungen am Ende immernoch einen Schnitt brauche. Selber machen kann ich denn - zumindest einen volltändigen Schnitt - nicht. Aber die Stimme wird immer wieder zum Schweigen gebracht.
Immerhin einige grundlegende Überlegungen habe ich mal angestellt. Ein bisschen habe ich ja die Hoffnung, dass der Stoff bis zum nächsten Herbst ein Kleidungsstück geworden ist.
Nach einigen Überlegungen hat sich herauskristallisiert, dass der Strickpullover eine Strickjacke werden soll. Mir will einfach kein Pulloverschnitt einfallen, der nicht einfach nur langweilig aussieht. Und langweilig will ich ja eben nicht.
Die Strickjacke übrigens nimmt in meinem Kopf schon einige Formen an. Ein paar Details sind noch nicht geklärt, aber viele Ideen habe ich auf jeden Fall. Schön finde ich beispielsweise Materialmix mit Leder so wie hier. Gut gefällt mir daran auch die Schulterpasse. Vielleicht übernehme ich das zumindestens in kleiner Form (also wirklich nur auf der Schulternaht, nicht hinten quer über den Rücken), zum Beispiel so.
Von Knöpfen bin ich leider (zumindest in Kombination zu Strick, das hat sowas altbackenes) kein großer Fan. Aber wenn schon Materialmix, dann geht meiner Meinung nach auch ein Reißverschluss als Verschluss der Jacke. Und da würde mir eventuell auch einer aus Kupfer gut gefallen. Oder doch ganz ohne Verschluss? Möglich wäre auch ein asymetrischer Schnitt, also mit Reisverschluss, der eher seitlich als mittig sitzt. Oder vielleicht schräg? Was auch schön wäre, wäre ein hoher Kragen, zum Beispiel sowas. Das müsste man dann wiederum verstärken, weil der Strickstoff nicht ganz so viel Stand hat. Und obwohl ich eigentlich ein großer Fan von Kapuzen bin, fühlt sich das bei dieser Strickjacke nicht ganz richtig an. Ich assoziiere damit viel zu sehr Bademäntel.
Man sieht, ich habe immer noch viel zu viele Ideen. Ich habe auch schon versucht, das mal als Zeichnung aufs Papier zu bringen, aber ganz glücklich bin ich noch nicht. Aber es nimmt schon langsam Form an. Und bis zum nächsten Herbst ist ja noch ein wenig Zeit ;)
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Freitag, 20. März 2015
Samstag, 7. Februar 2015
Many Shades of Grey - Langzeitprojekt: Pullover #1
Heute zur Ausnahme mal etwas, das besser in den Winter passt. Die Kurzfassung der Geschichte lautet: Ich habe einen Stoff und aus diesem Stoff soll ein Pullover werden. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht.
Um mal ganz von vorne anzufangen: Ungefähr als ich ernsthaft mit dem Nähen angefangen habe, habe ich im lokalen Stoffladen einen Strickstoff gesehen. Ich hatte mir bis dahin überhaupt keine Gedanken gemacht, dass man Strickpullover nicht nur Stricken, sondern auch Nähen kann. Und da ich zwar stricken kann, aber mein Durchhaltevermögen bisher maximal für Socken gereicht hat, hat sich die Idee in meinem Kopf festgesetzt, einmal einen Strickpullover zu nähen.
In einigen Burda-Zeitschriften bin ich dann auch immer wieder über Schnitte gestolpert, die geeignet wären. Und letzten Herbst (ich glaube September...) habe ich dann entdlich den richtigen Stoff gefunden.
Grauer Strickstoff, ich glaube 50% Wolle, schön warm und überraschend günstig. Tja. Jetzt ist der Stoff da und ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Grau ist sowohl eine schwierige Farbe als auch eine tolle Farbe. Ich trage zwar viel grau, weiß dafür aber auch, dass das ganz schnell sehr langweilig aussehen kann. Vor allem, weil mein Kleiderschrank nur sehr wenige farbige Klamotten beherbergt, stattdessen viel schwarz und viel grau. Von wegen graue Maus und so....
Es gibt eigentlich zwei Möglichkeiten um mit der textilen Monotonie fertig zu werden. Entweder man greift das auf und macht das zum Prinzip des ganzen Kleiderstücks. Monochrome Farbe trifft schlichten Schnitt. Solange einem das gut steht, wäre es immerhin ein Kleidungsstück, das alles kann. Je nach Styling und Accessoires geht dann alles, chic genauso wie gemütlich, und farblich passt auch alles...Genau aus diesem Grund besitze ich allerdings schon vier solcher einfachen Pullover.
Also die zweite Möglichkeit: Ein interessanter Schnitt. Also einer, der Styling unnötig macht und schon von sich aus ein Hingucker ist. Und an diesem Punkt bin in nun. Ich habe alle meine Nähzeitschriften geplündert, mir viel Inspiration gesucht, aber so richtig fündig geworden bin ich noch nicht. Wird also wirklich ein Langzeitprojekt. Und darüber möchte ich hier schrittweise berichten, meine Ideen zeigen und dann am Ende hoffentlich ein tragbares Kleidungsstück. Bis dahin bewundere ich noch ein wenig den grauen Stoff mit all seinen Schattierungen.
PS: Warum ich dann hier darüber schreibe, obwohl ich noch nichts herzeigen kann, und obwohl alles noch sehr vage ist, ist sehr einfach. Nähen ist nicht immer einfach nur Schnitt+Stoff=Kleidungsstück. Häufig steckt dahinter ein langer Prozess. Dieser Prozess ist unter anderem der Grund, warum mir Nähen so viel Spaß macht. Für mich zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch alle Gedanken, die dahinter stecken. Ich lese auch von anderen immer unglaublich gerne, woher sie ihre Ideen haben, was so alles in das Endprodukt eingeflossen ist, auch wenn man es am Ende vielleicht gar nicht mehr sieht. Das macht unter anderem auch den Wert aus, den so ein Kleidungsstück für einen selbst hat.
Um mal ganz von vorne anzufangen: Ungefähr als ich ernsthaft mit dem Nähen angefangen habe, habe ich im lokalen Stoffladen einen Strickstoff gesehen. Ich hatte mir bis dahin überhaupt keine Gedanken gemacht, dass man Strickpullover nicht nur Stricken, sondern auch Nähen kann. Und da ich zwar stricken kann, aber mein Durchhaltevermögen bisher maximal für Socken gereicht hat, hat sich die Idee in meinem Kopf festgesetzt, einmal einen Strickpullover zu nähen.
In einigen Burda-Zeitschriften bin ich dann auch immer wieder über Schnitte gestolpert, die geeignet wären. Und letzten Herbst (ich glaube September...) habe ich dann entdlich den richtigen Stoff gefunden.
| In Wirklichkeit wirkt der Stoff noch ein gutes Stück dunkler |
Grauer Strickstoff, ich glaube 50% Wolle, schön warm und überraschend günstig. Tja. Jetzt ist der Stoff da und ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Grau ist sowohl eine schwierige Farbe als auch eine tolle Farbe. Ich trage zwar viel grau, weiß dafür aber auch, dass das ganz schnell sehr langweilig aussehen kann. Vor allem, weil mein Kleiderschrank nur sehr wenige farbige Klamotten beherbergt, stattdessen viel schwarz und viel grau. Von wegen graue Maus und so....
Es gibt eigentlich zwei Möglichkeiten um mit der textilen Monotonie fertig zu werden. Entweder man greift das auf und macht das zum Prinzip des ganzen Kleiderstücks. Monochrome Farbe trifft schlichten Schnitt. Solange einem das gut steht, wäre es immerhin ein Kleidungsstück, das alles kann. Je nach Styling und Accessoires geht dann alles, chic genauso wie gemütlich, und farblich passt auch alles...Genau aus diesem Grund besitze ich allerdings schon vier solcher einfachen Pullover.
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| Die vier grauen Eminenzen unter sich. |
Also die zweite Möglichkeit: Ein interessanter Schnitt. Also einer, der Styling unnötig macht und schon von sich aus ein Hingucker ist. Und an diesem Punkt bin in nun. Ich habe alle meine Nähzeitschriften geplündert, mir viel Inspiration gesucht, aber so richtig fündig geworden bin ich noch nicht. Wird also wirklich ein Langzeitprojekt. Und darüber möchte ich hier schrittweise berichten, meine Ideen zeigen und dann am Ende hoffentlich ein tragbares Kleidungsstück. Bis dahin bewundere ich noch ein wenig den grauen Stoff mit all seinen Schattierungen.
PS: Warum ich dann hier darüber schreibe, obwohl ich noch nichts herzeigen kann, und obwohl alles noch sehr vage ist, ist sehr einfach. Nähen ist nicht immer einfach nur Schnitt+Stoff=Kleidungsstück. Häufig steckt dahinter ein langer Prozess. Dieser Prozess ist unter anderem der Grund, warum mir Nähen so viel Spaß macht. Für mich zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch alle Gedanken, die dahinter stecken. Ich lese auch von anderen immer unglaublich gerne, woher sie ihre Ideen haben, was so alles in das Endprodukt eingeflossen ist, auch wenn man es am Ende vielleicht gar nicht mehr sieht. Das macht unter anderem auch den Wert aus, den so ein Kleidungsstück für einen selbst hat.
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