Freitag, 21. August 2015

Anleitung für den Vokuhila-Tellerrock

Wie versprochen, gibt es heute die Anleitung für meinen Vokuhila-Rock, den ich neulich gezeigt habe. Ich finde es immer schade, wenn ich auf anderen Blogs Kleidungsstücke sehe, die mir gut gefallen, aber für die es keinen Schnitt gibt. Klar, bei vielen Kleidungsstücken ist der Schnitt einfach zu kompliziert, oder er wurde einfach von einem alten Kleidungsstück abgenommen, und somit kann man gar keinen Schnitt dazu liefern. Ich habe mir aber vorgenommen, wenigstens bei einfacheren Kleidungsstücken auch eine Anleitung zu schreiben, damit jeder die Möglichkeit hat, sie nachzunähen.





Schnitterstellung

Der Schnitt besteht nur aus zwei Teilen: Ein Rockteil und ein Bund. Konstruiert wird das folgendermaßen:

Als erstes muss man ein wenig messen: 
- Die Taillenweite, bzw. der Bundumfang auf der Höhe, auf der der Rock letzten Endes sitzen soll. 
- Und die vordere Länge. Zwei Dinge muss man dabei im Kopf haben: Der Rock darf vorne erstens nicht zu lang werden, sonst sitzt das hintere untere Ende irgendwo ziemlich unvorteilhaft mitten auf dem Unterschenkel. Zweitens muss man den Bund und dessen Höhe mit einberechnen. Mein Bund ist 10 cm hoch und sitzt mittig auf der Taille. Als ich mit meinem Maßband von der Taille abwärts gemessen habe, bis zu meiner Wunschlänge, habe ich für das Rockschnittteil 5cm abgezogen. Ich hoffe, man versteht, was ich meine. 

So, nun hat man zwei Maße und errechnet sich daraus erstmal noch die restlichen. Die hintere Länge ergibt sich aus der vorderen Länge plus 15cm. Schließlich errechnet man noch den Durchmesser des inneren Kreises. Die Formel dafür lautet d=Umfang/(2 x π). Wer es sich noch einfach machen will, kann auch einfach auf diese Seite gehen und sich den Durchmesser aus dem Umfang errechnen lassen.
Für das Bundschnittteil verdoppelt man die Bundhöhe (bei mir 10cm, ergibt also 20cm). 

Jetzt geht es an die Schnittkonstruktion:


Das Bundschnitteil hat (wie in der Grafik erkennbar) die Maße Bundweite x doppelte Bundbreite. 

Das Rockschnitteil ergibt sich beim Zeichnen. Man nimmt am besten ein sehr großes Stück Papier (aneinandergestückelte Zeitungen, Papiertischdecke, Packpapier, etc.). Mittig zeichnet man hier nun eine gerade Linie auf. Dann markiert man sich auf dieser Linie den Angangspunkt (in der Grafik ist das das oberste Pfeilende). Hiervon ausgehend misst man nun der Linie entlang die vordere Länge ab und markiert sich diesen Punkt ebenfalls. Anschließend misst man noch den Umfang vom inneren Kreis und danach die hintere Länge ab. Man sollte jetzt eine Linie mit 4 Markierungen haben. Danach misst man die gesamte Länge vom ersten bis zum letzten Punkt und hat somit den Durchmesser des gesamten Tellers. So findet man auch leicht den Mittelpunkt des großen Tellers (Durchmesser halbieren), um den herum man nun den Kreis, bzw. den äußeren Umfang des Tellerrocks einzeichnen kann. Genauso geht man auch beim inneren Kreis vor (Durchmesser durch 2 teilen, Mittelpunkt finden, Kreis zeichnen). Wie man Kreise zeichnen kann, ist auf dieser Seite erklärt, ich verwende immer Methode 3.

So, nun hat man seine 2 Schnittteile, jetzt muss man sie nur noch auf den Stoff bringen und sie zusammen nähen.

Tellerrock nähen

Man benötigt einen dehnbahren Stoff. Es funktioniert natürlich auch mit nichtdehnbaren Stoffen, allerdings muss man dann das Rockteil auf einer Seite teilen und am Ende einen Reißverschluss einsetzen. Der verwendete Stich sollte elastisch sein. Ich habe den Zickzackstich meiner normalen Nähmaschine verwendet.
 Die zwei Schnitteile müssen mit einer Nahtzugabe zugeschnitten werden, ich verwende normalerweise 1,5 cm. 

Zuerst wird der Bund geschlossen. Dazu faltet man zuerst den Bund der Länge nach links auf links zusammen und bügelt die obere Kante. Anschließend klappt man ihn wieder auf und näht die schmalen Kanten (also jeweils die Bundbreite) rechts auf rechts zusammen. 

Der Bund wird nun mit der unteren äußeren Kante rechts auf rechts auf die obere Kante des Rocks (der innere Kreis) gesteckt und festgenäht. Dabei kann man sich selbst entscheiden, ob man die Naht des Bunds eher mittig hinten oder an der Seite haben möchte. Nun wird der Bund nach oben geklappt und die Nahtzugabe nach oben (also in den Bund) gebügelt. Jetzt bügelt man die andere Nahtzugabe des Bunds (also die innere untere Kante) an der Nahtlinie entlang ebenfalls links auf links in den Bund. Man faltet den gesamten Bund, so wie man ihn anfangs gebügelt hat, wieder nach unten. Jetzt liegt er nun noch halb so breit und die inneren Nahtzugaben sollten im Bund verschwunden sein. An dieser Stelle sollte man die untere Kante des Bundes gut am Rock festheften, da die untere Bundkante jetzt auf der Außenseite des Rocks nocheinmal abgesteppt wird, womit auch die innere untere Bundkante festgenäht wird. 
Anschließend muss man nur noch den Saum machen. Bei mir hat es funktioniert, den Saum zu versäubern, ihn einmal nach innen umzulegen und schmal abzusteppen. Bei manchen anderen Stoffen könnte auch ein Rollsaum funktionieren. 

Und voilà! Fertig ist der Vokuhila-Tellerrock!

Andere Umsetzungsmöglichkeiten


Wie oben schon erwähnt, kann man den Rock auch aus nicht dehnbarem Material nähen, wenn man einen Reißverschluss einsetzt. Statt des selbst zugeschnittenen Bundes kann man auch ein breites Gummiband nehmen. Wer es ganz asymetrisch mag, kann natürlich auch in der Form variieren und den inneren Kreis ein wenig versetzt einsetzen. oder als Grundschnitt keinen Teller, sondern ein Viereck nehmen. Oder zwei gegeneinander versetzte Vierecke, dann hat man einen asymetrischen Zipfelrock. Was mir - wie immer - fehlt, sind Taschen, die kann man natürlich auch als Nahttasche oder als aufgesetzte Taschen mit dazu nehmen. Es gibt also viele Möglichkeiten, den Schnitt noch zu verändern. Die Anleitung zum Nähen bleibt aber immer grob die selbe.



Ich hoffe die Anleitung war verständlich. Es ist nämlich meine erste selbstgeschriebene, und ich hoffe, dass es zumindest so verständlich war, wie Burda-Anleitungen ;)

Donnerstag, 13. August 2015

Favoriten aus dem Kleiderschrank - Vokuhila-Tellerrock

Heute gibt es mal wieder ein Kleidungsstück, das ich schon vor einer Weile genäht habe und zwar einen Tellerrock. Den Schnitt habe ich selbst konstruiert. Demnächst folgt noch eine Anleitung dazu!




Dieser Tellerrock ist ein wenig asymetrisch, er ist nämlich vorne kürzer als hinten. Momentan gibt es ja viele Röcke, Kleider und Oberteile, die ich am liebsten mit Vokuhila betitel. Ich mag das. Auch mein Abiballkleid, das ich hier irgendwann einmal vorstellen muss, weil mit dem die ganze Sache mit dem Nähen angefangen hat, war vornekurzhintenlang.

Aber jetzt zeige ich erstmal noch ein paar Bilder meines Vokuhilarockes!


Einmal in Groß: Hier sieht man gut den Unterschied von der Länge


Einmal von rechts.

Einmal von hinten
Und einmal dämlich zum Beweis: Es ist tatsächlich ein ganzer Teller!

Der Rock besteht aus einem schönen mitteldickem Jersey, den ich als Coupon auf dem holländischen Stoffmarkt gekauft habe. Durch das Gewicht des Stoffes fällt er sehr schön. Schön wäre das ganze bestimmt auch aus einem dünneren fließenderem Stoff.

Ich hoffe der Rock gefällt euch. Im mache hiermit auch bei RUMS mit :)

Die Anleitung für die Konstruktion folgt wie versprochen in ein paar Tagen!




Dienstag, 4. August 2015

Schon wieder Deko

Am Wochenende hatte ich Geburtstag und zu diesem Anlass gab es Kaffee und Kuchen für die Familie. Wie in vielen Studentenwohnungen gibt es hier wenig zusammenpassendes Geschirr: Die Auswahl erstreckt sich über einzelne bunte Cappuccino-Tassen, große Becher mit diversen Motiven (vom Hobbit über pastellfarbene Streifenmuster bis hin zu Oldtimerveranstaltungen ist alles dabei), weiße, zierliche Teller von Oma, und dazu noch genau eine Packung Servietten mit einem seltsamen grünen Blattmuster, die wir so gut wie nie benutzen und uns wahrscheinlich noch Jahre erhalten bleibt. Kurz: Ich habe den Tisch gedeckt und war eher mäßig zufrieden mit dem Aussehen der Kuchentafel: das war alles viel zu durcheinander. Irgendwo in mir drin steckt eine kleine perfektionistische Martha Stewart, die nicht glücklich ist, wenn ein gedeckter Tisch nicht schön aussieht. Gleichzeitig habe ich aber keine Lust, viel Zeit und Geld in Dekokram zu investieren. Zum Glück kann ich mein Bedürfnis nach Tischdeko auch mit Selbstgemachtem befriedigen. Und so habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und habe den Geschirrmix mit kunterbunter Papierdeko ergänzt. Am Ende sah es sogar richtig passabel und gewollt aus.

Vor dem Eintreffen meiner Gäste hatte ich leider keine Zeit mehr, alles festzuhalten, deswegen gibt es hier nur ein paar Eindrücke.



DIY Pom Poms Paper Decoration

 

Die Mini-Pom-Poms sind grob nach dieser Anleitung entstanden, allerdings habe ich jeweils Seidenpapier in zwei verschiedenen Farben verwendet. Für so kleine Pompoms braucht man nur mindestens 6 Lagen Papier, je größer sie werden sollen, desto mehr sollte man verwenden. Außerdem habe ich die Enden nicht rund abgeschnitten, das funktioniert nähmlich auch ohne...
Und wenn man kein Seidenpapier hat, kann man auch einfache Papierservietten nehmen. Dann muss man nur die einzelnen Lagen auseinander friemeln und es reicht meist schon eine (halbierte und dann doppelt gelegte) Serviette.

DIY Pom Poms Paper Decoration

DIY Pom Poms Paper Decoration


Die Pompoms habe ich an weißen Fäden von der Decke baumeln lassen. In echt sieht es noch ein wenig schöner aus, aber die waren unglaublich schwer zu photographieren.

DIY Pom Poms Paper Decoration


Den tollen Strauß Blumen habe ich übrigens genau wie diese Karte von einer großartigen Freundin bekommen.





Ansonsten habe ich noch sehr einfache Serviettenringe aus bunten Papierstreifen zusammengeklebt.

DIY Napkin Ring Paper Decoration


Zum Essen gab es übrigens diese vorzügliche Hugo-Frischkäse-Torte. Die war genau das richtige für das heiße Wetter. Man muss nämlich nicht den Herd anschmeißen. Außerdem mag ich es ja nicht sooo süß und die Torte kommt eher frisch-säuerlich daher.

Frischkäsetorte Hugo



Alles in allem war es ein schöner Geburtstag. Außerdem habe ich unglaublich übertrieben großartige Geschenke bekommen. Davon erzähle ich bestimmt ein andermal mehr, denn die werden hundertprozentig noch das ein oder andere Mal auf meinem Blog auftauchen....





Dienstag, 28. Juli 2015

Photostudio To Go

Photo Booth Party DIY


Alle, die einigermaßen regelmäßig auf Pinterest oder ähnlichen Seiten unterwegs sind, haben bestimmt schon das ein oder andere über die allseits beliebte "Photo Booth" gelesen. Tatsächlich ist das eine dieser Modeerscheinungen, die ich richtig gut fand. Seit mein Freund angekündigt hat, dass er seinen Geburtstag groß feiern will, habe ich also darüber nachgedacht, ob ich das nicht auch mal machen will. Und dann am Abend vor der Party hat es mich gepackt. Ich habe also meine Bastelutensilien herausgeholt und losgelegt.

Wer oder was ist eigentlich diese "Photo Booth"!?

Für alle, die nicht wissen, worüber ich eigentlich rede, erkläre ich aber noch kurz, was eine Photo Booth ist. Leider habe ich keine gute Übersetzung parat. Eigentlich stammt der Begriff von diesen Photokabinen, die gerne am Bahnhof oder ähnlichen Orten stehen, und in denen man selbst Passfotos schießen kann.
Dieser neue Partytrend Photo Booth bedeutet grundsätzlich, dass man an der Partylocation ein kleines Photostudio aufbaut. Dann legt man noch verschiedene Requisiten dazu, baut die Kamera so auf, dass jeder sich selbst mit einem Fernauslöser fotografieren kann, und schließlich lässt man einfach die anderen Gäste machen.

Ein paar Gedanken sollte man sich allerdings vorher machen:

Wo baue ich das Studio auf? 


Grundsätzlich geht das überall, allerdings sollte man bei einer Feier im Freien das Wetter im Blick haben. Regen und Wind sollte man auf gar keinen Fall haben. Wenn man drinnen Platz hat, sollte man sicher gehen, dass man seine Kamera nicht an einem Ort aufbaut, an dem ständig Menschen unterwegs sind, die vielleicht aus Versehen die Kamera umstoßen könnten.

Eignet sich die Party überhaupt? 

Ich finde so eine Photobooth ist besonders bei größeren Feiern geeignet. Wenn man nur 5 Gäste hat, lohnt sich die Arbeit kaum, auch wenn sie sehr fotowütig sind. Apropos fotowütig: Ich bin zum Glück mit vielen Freunden gesegnet, die kein Problem mit einer Kamera haben und die sich auch für Blödsinn begeistern können. Das ist aber nicht bei allen Menschen so. Das Gute an einer Photobooth ist allerdings, dass niemand gezwungen wird, sich wirklich vor die Kamera zu stellen. Und vielen Leuten fällt es auch leichter, sich selbst zu fotografieren, als sich fotografieren zu lassen.
Noch ein Punkt, den ich zum Glück nicht berücksichtigen musste: Bei einer Party, die höchst wahrscheinlich sehr wild wird, sollte man vielleicht auch auf eine Photobooth verzichten. Schließlich überlässt man seine vermutlich wertvolle Kameraausrüstung den anderen Gästen und weiß nicht, was damit passieren wird. Wenn man aber darauf vertrauen kann, dass die Gäste auch nach ein paar Bierchen noch verantwortungsvoll mit der Kameraausrüstung umgehen können, dann hat man selber uns die Gäste bestimmt viel Spaß!
Wenn man sich nicht sicher ist, kann man auch vereinbaren, dass die Photobooth nur für einen bestimmten Zeitraum aufgebaut ist, und baut dann entweder alles ab, oder schließt vielleicht das Zimmer. 

Was brauche ist? 

Die kurze Antwort lautet: Eine Kamera, ein Stativ, einen Fernauslöser, Licht, einen Hintergrund und Requisiten.

Als Hintergrund habe ich das Gleiche genommen, womit ich auch meine Photos für den Blog schieße. Das ist ein einfacher Aufbau aus zwei Ständern links und rechts, zwischen denen eine Stange befestigt ist. Stattdessen geht natürlich auch eine gespannte Leine, über die man dann hängen kann, was man will: Stoffe (Tischdecken, Bettlaken, Meterware), Papier (Geschenkpapier, Papiertischdecken, etc.), Girlanden, Luftballons, Deko, usw. Natürlich kann man auch einfach irgendeinen vorhandenen Hintergrund nehmen, also eine Mauer, oder einen Zaun. Ich wusste allerdings vorher nicht, wie die Partylocation aussieht, und bin auf Nummer sicher gegangen. Das war auch besser so, denn der Hintergrund wäre sonst eine langweilige Schrankwand in Kiefer gewesen. Als Hintergrund habe ich einfach schwarzen Stoff aufgehängt (Ditte von Ikea) und dazu noch eine Girlande und ein paar Luftballons.

Photo Booth Party DIY Selber machen


Die Girlande habe ich sehr schnell auch selbst hergestellt. Dafür habe ich aus vorhandenem Seidenpapier (es eignen sich auch andere Papiersorten oder Stoffreste) grobe Dreiecke ausgeschnitten und hintereinander unter meiner Nähmaschine durchgejagt. Wenn man am Anfang und Ende noch ein gutes Stück Garn stehen lässt, hat man gleich eine Aufhängmöglichkeit.

Photo Booth DIY Selber machen Party


Als Kamera eignet sich eigentlich alles, was man im besten Fall mit einem Fernauslöser bedienen kann. Den gibt es auch schon sehr günstig zum Beispiel bei Amazon. Ohne Fernauslöser würde ich es nur versuchen, wenn die Gäste alle Ahnung von der Kamera haben und es auch schaffen, sich ohne Fernauslöser zu fotografieren. Mit Fernauslöser wird es sowohl für die Gäste als auch den Kamerabesitzer am entspanntesten: Niemand muss die Kamera bedienen, und somit muss man selbst auch nicht immer wieder aufpassen, dass an der Kamera nichts verstellt wird.

An Beleuchtung würde ich es so einfach wie möglich halten. Entweder das vorhandene Licht ist genug, oder man versucht es mit extra Lampen oder einem Blitz. Ich habe mich nur für den externen Blitz entschieden. Bedenken sollte man dabei auch wieder, dass alles, was im Weg steht, umgeworfen werden kann. Und: Je komplizierter der Aufbau, desto mehr kann sich im Laufe der Feier verstellen, kaputtgehen oder ausfallen.

Photo Booth Party DIY Selber Machen


Zu den Requisiten: Wenn man nach Photo Booth googelt, findet man sehr viele selbstgebastelte Brillen, Schnuttbärte, Hütchen, etc. aus Pappe, die an einem kleinen Stöckchen befestigt sind. Der Vorteil davon ist, dass man sehr günstig sehr verschiedene Verkleidungen herstellen kann. Außerdem beschränkt sich der Bildausschnitt meistens nur auf den Oberkörper, dafür reichen ein paar Brillen und Schnurrbärte meistens aus.

Photo Booth Party DIY Selber machen


Ich habe zusätzlich noch alles an Kostümutensilien dazu geworfen, was ich da hatte, also verschiedene Hüte, Perücken, künstliche Perlenketten, usw. Wenn man sowieso vieles zum kostümieren zu Hause hat, reicht das auch völlig aus. Nach den entstandenen Bildern zu urteilen, kommt das genauso gut an, wie selbst gebastelte Papierrequisiten. Da es sich um eine Geburtstagsfeier gehandelt hat, habe ich auch noch ein Schild gebastelt, auf dem "Alles Gute zum Geburtstag" stand.


Photo Booth DIY Party Selber machen


Ansonsten ist es hilfreich, eine kurze Anleitung zu verfassen, wie das ganze funktioniert. Und schon können die Gäste Spaß haben.

Photo Booth DIY Party Selber Machen


Hat es sich gelohnt?


Ich war anfangs wirklich ein wenig skeptisch, wie gut das Photostudio aufgenommen wird und ob überhaupt jemand mitmachen will. Aber diese Sorge war unbegründet. Die meisten Gäste hatten wirklich viel Spaß und es sind großartige Fotos entstanden. Und am Ende hat man eine sehr einzigartige Erinnerung an eine großartige Feier. Leider kann ich natürlich nicht Fotos von allen möglichen Menschen im Netz veröffentlichen, daher gibt es nur ein Photo von mir, das beim Testen der Kameraeinstellungen entstanden ist (die restlichen Photos sind dann auch scharf und zentrierter geworden ;) )

Photo Booth DIY Party selber machen


Da ich eigentlich alles für die Photobooth schon zu Hause hatte, haben sich die Kosten sehr in Grenzen gehalten. Ich habe lediglich ein wenig Tonpapier und Ersatzbatterien für den Fernauslöser besorgt. Wenn man ein wenig kreativ ist, kann man so eine Photobooth definitiv mit sehr wenig Geld aufbauen. Mir hat schon die Vorbereitung und das Basteln extrem viel Freude gemacht. Außerdem ist es eine Partyaktion, bei der jeder selbst aktiv mitmachen und kreativ werden kann. Das kriegt von mir natürlich einen großen Pluspunkt! Ich kann es also wirklich für jede größere Feier empfehlen!

Ich verlinke ich diesen Post außerdem noch beim Kreakränzchen. Das Thema dieses Monats ist nämlich Honigmond, also die deutsche Übersetzung von Honeymoon. Da Hochzeiten bei mir aber überhaupt kein Thema sind, hatte ich zuerst befürchtet, dass ich diesen Monat beim KreaKränzchen pausieren muss. Aber schließlich eignet sich eine Photobooth auch hervorragend für eine Hochzeitsfeier. Vielleicht dann mit ein paar hochzeitsmäßigen Requisiten? Einem Zylinder, einem Schleier, ein paar übergroße Ringe?


Freitag, 10. Juli 2015

Im Blaubeerhimmel

Ich habe es ja zuletzt schon erwähnt: Blaubeeren sind klasse. Bei Blaubeeren denke ich an Sommer und an Finnland (und manchmal an all die Spinnen, die dort in den Blaubeersträuchern saßen und mich beim Beerenpflücken erschreckt haben). Leider kann ich gerade aber nicht einfach ein paar Meter vor die Tür gehen, um Beeren zu pflücken, aber zum Glück gibt es die ja auch im Supermarkt. Und gestern Nacht hat es mich überkommen und ich habe sehr leckere Blaubeermuffins gebacken. Leckere, streuselige, blaubeertastische Muffins!


Blaubeermuffin Streusel


Verwendet habe ich dieses Rezept. Ganz einfach: Mit Streuseln kriegt man mich immer. Ich habe noch einiges geändert, weil ich zu wenige Blaubeeren hatte. Außerdem reduziere ich bei fast allen Rezepten den Zucker. Sie sind trotzdem sehr süß geworden. Ich fand zuerst die Idee, einige von den Blaubeeren ein wenig einzukochen sehr gut. Allerdings erkennt man bei den fertigen Muffins kaum einen Unterschied zwischen vorgekochten und frischen Blaubeeren.

Blaubeermuffin Streusel Rezept Backen


Ich muss mir bloß unbedingt endlich Papierförmchen kaufen. Die letzten Male sind mir die Muffins nämlich immer so großartig fluffig gelungen, dass ich sie kaum am Stück aus der Backform bekommen habe. Das tut dem Geschmack aber natürlich keinen Abbruch.

Mir läuft ja schon beim Anblick der Photos das Wasser im Mund zusammen....

Blaubeermuffins Streusel Rezept Backen

Blaubeermuffin Streusel Rezept Backen



Mittwoch, 8. Juli 2015

Midsommar - KreaKränzchen #6


Schon wieder habe ich einen Block Prüfungen hinter mich gebracht. Fünf sind rum, und 11 kommen noch. Ich habe mir eine wohlverdiente Pause gegönnt und hatte mir vorgenommen endlich wieder ein bisschen kreativ tätig zu werden. Und dann kam die Hitzewelle und ich bin alternativ nur noch matt auf dem Sofa oder an irgendeinem kühlenden Nass herumgelegen. Die kreativen Projekte, die mir vorschweben, müssen also noch ein wenig warten. Trotzdem möchte ich diesen Monat wieder beim KreaKränzchen mitmachen. Wirklich zum werkeln bin ich nicht gekommen, also gibt es wieder einmal Photos. Dieses Mal zum Thema Midsommar.

Finnland Skandinavien Elch Straßenschild Frühling

Midsommar ist ja ein schwedisches Fest anlässlich der Sommersonnenwende. Eigentlich wird dieses Fest allerdings in ganz Skandinavien gefeiert (und in Brasilien!!!), in Norwegen ist es das Sankt-Hans-Fest, in Finnland heißt es Juhannus (beides nach Johannes dem Täufer). Obwohl ich schon mehrere Urlaube in Skandinavien verbracht habe und ja auch ganze 10 Monate in Finnland gelebt habe, habe ich das Mittsommerfest immer verpasst. Dazu muss man allerdings sagen, dass ich wahrscheinlich gar nicht extrem viel mitbekommen hätte. Die meisten Finnen und Schweden beispielsweise verbringen diesen Feiertag nämlich am liebsten auf dem Land, die Geschäfte haben geschlossen und die Städte sind wie leergefegt. Wenn man also nicht zufällig von einem Finnen auf das familieneigene Mökki (also Ferienhaus) eingeladen wird, bekommt man wenig mit. Der Sommer in Skandinavien ist aber auch vor und nach Midsommar wahnsinnig schön. Und um ein wenig in Erinnerungen und Fernweh zu schwelgen teile ich mit Euch mal meine schönsten skandinavischen Sommerphotos. Achtung Bilderflut!


Das ist zwar nicht mein erster Urlaub in Skandinavien, aber der erste, von dem ich noch Photos besitze. Weil die nur analog sind, gibt es hier eine kleine Auswahl aus meinem Photoalbum. Zu sehen sind sommerliche Eindrücke aus Uppsala und Stockholm, aufgenommen an Pfingsten 2005 während eines Urlaubs mit meiner Mama.
Finnland Schären Sommer Insel
Mein erster Finnlandurlaub im August 2007. Damals habe ich mich ein wenig in die finnische Natur verliebt: Wasser, Wald und soviel Luft und Stille.
Finnland Sommer Schären
Im gleichen Urlaub ist dieses Foto entstanden. Ich finde ja das finnische Schärenmeer (also das mit den vielen Inseln im Süden) kann man kaum von der Seenlandschaft in Zentralfinnland unterscheiden, aber beides ist wahnsinnig schön.

Wenn man Skandinavien ein wenig weiter auslegt, gehört auch Island mit dazu, zumindest kulturell. Um das ganze nicht in einer Bilderflut ausufern zu lassen, halte ich mich mit Bildern von Island allerdings zurück, da hätte ich nämlich eine Menge ;) Stattdessen hier zwei Nachtaufnahmen, beide aufgenommen im Islandurlaub mit meinem Papa 2008. Auf diesem Photo ist es übrigens kurz vor Mitternacht.


Und hier haben wir spätabends tolle Wolken-Nebel-Fetzen, die durch die geothermale Aktivität entstehen.


Am Anfang meines Auslandsaufenthalts, war ich einen Monat in Helsinki, und zwar im August 2012. Ja, das auf dem Photo ist tatsächlich Helsinki. Der Stadtpark zieht sich fast durchgängig durch die gesamte Stadt, einmal von Süden nach Norden. Die meisten finnischen Städte sind erstaunlich grün. Zu sehen ist hier mein Weg zur nächsten Bushaltestelle.
Das gehört für mich auch zum finnischen Sommer: Beeren, Beeren, Beeren. Vor allem Blaubeerpfannkuchen :)
Einer meiner Lieblingsplätze in meiner finnischen Ersatzheimat, der Tuomiojärvi in Jyväskylä. September 2012. Bald darauf war der Sommer auch schon vorbei...
...und kam erst sehr spät wieder. Im Mai 2013 waren endlich die letzten Schneeberge geschmolzen und es wurde warm und grün. Hier sieht man vielleicht, dass man den See auf diesem Bild wirklich nicht sehr gut von dem Meer in den Schären auf dem Bild oben unterscheiden kann.

Die schönste Natur findet man in Finnland in den vielen Nationalparks. Dieser hier heißt Pyhä-Häky und ich habe dort einen wunderschönen sommerlichen Tag verbracht.


Hier sieht man, wie frühlingshaft es Ende Mai in Finnland noch sein kann, während es in Deutschland um diese Zeit meistens schon die ersten Sommertage gibt.
Und auch so kann "Sommer" in Skandinavien aussehen. In den Bergen Norwegens gab es Ende Mai 2013 noch verdammt viel Schnee. Ich stehe da übrigens in meiner Skijacke am Sognefjellsveien, der höchstgelegenen Passstraße Nordeuropas, während es unten am Fjord teilweise über 20 Grad und damit wirklich sommerlich warm war.
Und den Abschluss bildet dieses Foto, einfach weil ich Skandinavien wirklich sehr liebe. Irgendwann will ich wirklich zur Mittsommerwende dort sein Am besten am Nordkap, da war ich nämlich noch nicht.

Ich bin wie immer gespannt, was den anderen vom KreaKränzchen zum Thema Midsommar einfällt. Und hoffentlich komme ich demnächst noch ein wenig zum Nähen, nachdem es endlich wieder kälter geworden ist.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Balkonblüten

Es hat seine Vorteile, wenn man einmal zum Lernen zuhause bleibt. Denn dann entdeckt man vielleicht eine Überraschung auf dem Balkon...

Meine Pflanzerfolge sind nicht nur großartig. Der Salat ist fast gar nicht gekommen. Da werde ich hoffentlich nächste Woche Zeit zum Nachpflanzen haben. Meine Kapuzinerkresse auf dem hinteren Balkon ist mit meiner Pflege nicht ganz zufrieden (zu wenig Wasser und Dünger nehme ich an) und wird zusätzlich schon wieder von Läusen bevölkert. Die experimentelle Clematis - was ja wirklich nur ein Versuch sein sollte - ist zwar in die Höhe gesprossen wie verrückt, dann aber trotz Befestigung an der Rankhilfe ganz unten abgeknickt. Noch ist sie völlig grün, aber ich denke, dass der Schaden zu groß ist.  Die zweite Kapuzinerkresse ist ja einfach auf dem Südbalkon gelandet. Dort gibt es eigentlich zu wenig Platz und dort, wo sie jetzt steht, auch zu wenig Licht. Allergings kommt sie besser zurecht als die andere, dafür blüht sie nicht. Wo ich gerade schon vom Blühen spreche...

Blüten machen auch einen Balkongarten viel schöner, und da ich tatsächlich neben meinen Misserfolgen ein paar blühende Pflanzen habe, bin ich trotzdem ganz glücklich.

Selbst gepflanzter Schnittlauch Blüten
Der Schnittlauch ist fast schon wieder verblüht. Aber ist das nicht hübsch, dieser rosa Puschel an dem schlanken Stiel?

Basilikum Blüten
Ich habe es mal wieder geschafft: Mein Supermarktbasilikum blüht!

Kapuzinerkresse rankend Blüten
Man erkennt die schon leicht bräunlichen Blätter. Trotzdem produziert die Kapuzinerkresse wunderschöne Blüten.

Balkonblumen
Das stammt aus meinem Balkonblumenmix. Nicht spektakulär, aber besser als nichts.

Balkonblumen
Wieder Balkonblumenmix. Diesesmal in weiß.
Und dann bin ich heute regelrecht in Jubelschreie ausgebrochen. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an die Tragödie der abgeknickten Zucchinipflanze? Wie versprochen habe ich ja einen neuen Versuch gestartet, diesesmal direkt im großen Topf und direkt auf dem Balkon. Diese Pflanze hat mich ein wenig geärgert. Sie hat fast einen Monat gebraucht, um überhaupt zu keimen. Die ersten Blätter sind auch eher zögerlich und auch ziemlich zerfranst gekommen. Das ist ein bisschen meine Schuld, weil der große Topf ein wenig zu tief steht und nicht über das Balkongeländer hinausschaut. Anfangs hat das Pflänzchen also sehr wenig Sonne abbekommen. Aber dann! Nachdem die ersten Blätter ein wenig über den Rand gelugt haben, kam endlich das Wachstum, das ich noch von der ersten Pflanze kannte. Letzte Woche ließen sich dann die ersten kleinen Blütenknospen erahnen. Auch vor zwei Tagen war da noch nicht viel mehr zu sehen als haselnussgroße, grüne Knospen. Aber was lugt heute unter den unglaublich riesigen Blättern hervor?

Zucchini selbst pflanzen Blüten Blätter


Die erste Blüte! Und wie man sieht, kommen da noch einige nach!

Zucchini selbst pflanzen Blüten


Ich habe also die Hoffnung auf selbstgezogene Zucchinis dieses Jahr noch nicht aufgegeben. Ich hoffe wirklich, dass es der Pflanze weiterhin so gut geht wie bisher. Mein Gärtnerherz ist jedenfalls überglücklich.