So, jetzt ist wieder eine Woche vergangen, und ich kann schon wieder ein paar kleine Ergebnisse meines tollen Fotoprojekts vorstellen. Ich habe wieder versucht, jeden Tag einen Moment festzuhalten, der mich gefreut hat, der schön war, oder einfach nur besonders. Und da will ich gar nicht viel drumherum reden, hier komme wieder 7 Fotos:
Zuerst mal gab es den ersten Rückschlag. Am letzten Dienstag gab es kein Foto. War einfach ein Misttag. Kommt vor.
Oben links: Mittwoch. Da wird noch nicht viel verraten, weil das ein eigener Post wird, aber zumindestens für mich ist das ein Grund zu Freude :)
Oben mitte: Donnerstag. Ja, es wird langsam langweilig, fast alle Fotos beschäftigen sich mit meiner Riesenfreude über das schöne Wetter oder den Frühling. Egal, das ist nämlich immer wieder schön. Und momentan braucht es nicht viel mehr als Sonne, einen Liegestuhl, eine Tasse Kaffee und ein Buch um mich sehr glücklich zu machen. Die Freude wird ein bisschen dadurch geschmälert, dass das ein Buch für meine Abschlussprüfung ist, aber das lasse ich jetzt auch einfach mal zählen.
Oben rechts: Freitag. Schöne Frisur ist schön. Und macht Freude, wenn man in den Spiegel schaut und nicht den alltäglichen Dutt sieht (aber der ist nunmal so schön praktisch zum lernen...)
Mitte links: Samstag. Soulfood. Eines meiner liebsten Essen, ein Klassiker aus meiner Kindheit und definitiv ein Essen, das mich glücklich macht: Kartoffelsuppe. Die Reste lagern in der Tiefkühltruhe und warten darauf, mir nochmal einen Tag zu verschönern.
Mitte rechts: Sonntag. Schon wieder Frühling. Sonntag war auch kein guter Tag. Lernen macht nicht immer Spaß. Aber blühende Bäume reichen dann trotzdem für einen winzigen schönen Moment.
Unten links: Montag: Das ist wohl eher speziell für mich schön: Neue Teile für das Moped. Es nervt nämlich ein bisschen, dass das Wetter draußen schön und warm ist, und ich immer noch nicht mit meinem Zweirad fahren kann. Wird dann spätestens in zwei Wochen geändert. Und da freue ich mich drauf :)
Unten mitte: Dienstag. Immer wieder im Frühling gibt es bei mir Schnittblumen. Das lässt dann nach, wenn draußen wirklich mal alles anfängt zu grünen und zu blühen. Aber momentan tuts dann auch eine Vase. Und sorgt auch drinnen für Frühlingsgefühle.
Hoffentlich wird die nächste Woche auch noch einigermaßen fröhlich. Langsam wird es mit meinen Prüfungen ernst und ich weiß nicht, ob da noch viel Luft für was anderes bleibt. Schauen wir mal...
Dienstag, 17. März 2015
Montag, 9. März 2015
30 Tage Fotoprojekt - Zwischenbericht Woche 1
So, eine Woche meines Fotoprojekts ist nun um. Wie letzte Woche berichtet, habe ich versucht, jeden Tag einen besonderen Moment festzuhalten, der etwas besonderes oder besonders schön war.
An sieben Tagen habe ich jetzt also fleißig geknipst. Und, was soll ich sagen? Es läuft ziemlich gut. Noch besser als erwartet. Jeder Tag hatte auf jeden Fall mindestens einen schönen Moment, den ich fotografieren konnte. An einigen Tagen sind sogar mehr als ein Foto entstanden, das heißt, ich kann am Ende wahrscheinlich eher 50 als 30 Fotos präsentieren. Aber je mehr Fotos, desto mehr gute Momente in meinem momentan sehr lernintensiven Alltag. So schlimm ist das also gar nicht. Und ich kann jetzt schon einen kleinen Einblick geben und habe von jedem Tag ein Foto ausgewählt, das ich schonmal zeigen kann.Wirklich großartige Fotos sind es bisher nicht. Aber Grund zum Freuen allemal!
Von links oben nacht rechts unten sind das...
1. Der Kaffeeautomat an der Universität schaut seit neustem neugierig zurück, wie ich finde mit ziemlich wachen Augen. Zum Glück ist die Anzeige falsch, der Kaffeeautotmat funktioniert hervorragend und hilft mir jeden Tag über meinen Büchern nicht einzuschlafen. Definitiv ein Lichtblick im Alltag.
2. Sonnenschein beim Lernen. Bin ich der einzige Mensch, der jedes Jahr den Wechsel der Jahreszeiten vor allem daran bemerkt, dass das Licht eine ganz andere Farbe bekommt? Und die Farbe hier ruft definitiv Frühling!
3. Lecker Mittagsessen in der Mittagspause. Eigentlich zwei Gründe zum Freuen: Einmal meine schicke Brotdose, die ich gekauft habe, als ich angefangen habe, ganze Tage in der Bibliothek zu verbringen. Und zweitens das lecker Mittagessen: Polenta und Tomaten mit Gurkensalat. Der kleine Aufwand jeden Tag extra etwas für das Mittagsessen zu kochen und einzupacken lohnt sich wirklich. Vor allem, da unsere Mensa vor allem teuer und ungesund ist (so gerne ich Pommes mag, nach einer Weile wird es ziemlich öde)
4. Der kleine Gärtner in mir freut sich immer, wenn Pflanzen nicht nur wachsen, sondern auch noch anfangen zu blühen. Das ist eine kürzlich gekaufte Citruspflanze. Das Blühen hat sie allerdings erst bei mir im Wohnzimmer angefangen. Hab ich also alles richtig gemacht beim Gießen ;)
5. Rose macht es selbst. Diesesmal: Dringend benötigter Ölwechsel. Ich bin ehrlich gesagt verdammt stolz, dass ich das ganz alleine hinbekommen habe. Und so ein bisschen mit den Händen arbeiten ist eine schöne Abwechslung zum Lernen.
6. Frühstücken gehen mit Freunden. Auf dem Foto sind gerade noch die Reste vom Cappuccino zu sehen. Das ist eine schöne Tradition bei uns. Immer wieder Sonntags treffen wir uns in wechselnden Cafes und frühtücken gemeinsam.
7. Bei dem großartigen Wetter hat es mich heute nicht in der Bibliothek gehalten. Also habe ich meine Sachen gepackt und habe mich vor der Uni in die Wiese gesetzt. Da lässt es sich gleich viel besser lernen.
Insgesamt macht es mir das Wetter natürlich sehr einfach. Bei so grandiosem Wetter kann man gar nicht so schlecht gelaunt sein. Aber es hat auch dazu geführt, dass ich am Wochenende zu wenig gelernt habe. Da ist langsam ein bisschen die Luft raus. Ich habe jetzt (nach neun Monaten) Halbzeit, es geht also genauso lange nochmal weiter mit dem Stress. Ich glaube, dass ich mit dem Projekt ziemlich zum richtigen Punkt angefangen habe. Ein paar Lichtblicke kann ich momentan brauchen. Ich bin jedenfalls gespannt, was sich so die nächsten 23 Tage noch ansammelt.
An sieben Tagen habe ich jetzt also fleißig geknipst. Und, was soll ich sagen? Es läuft ziemlich gut. Noch besser als erwartet. Jeder Tag hatte auf jeden Fall mindestens einen schönen Moment, den ich fotografieren konnte. An einigen Tagen sind sogar mehr als ein Foto entstanden, das heißt, ich kann am Ende wahrscheinlich eher 50 als 30 Fotos präsentieren. Aber je mehr Fotos, desto mehr gute Momente in meinem momentan sehr lernintensiven Alltag. So schlimm ist das also gar nicht. Und ich kann jetzt schon einen kleinen Einblick geben und habe von jedem Tag ein Foto ausgewählt, das ich schonmal zeigen kann.Wirklich großartige Fotos sind es bisher nicht. Aber Grund zum Freuen allemal!
Von links oben nacht rechts unten sind das...
1. Der Kaffeeautomat an der Universität schaut seit neustem neugierig zurück, wie ich finde mit ziemlich wachen Augen. Zum Glück ist die Anzeige falsch, der Kaffeeautotmat funktioniert hervorragend und hilft mir jeden Tag über meinen Büchern nicht einzuschlafen. Definitiv ein Lichtblick im Alltag.
2. Sonnenschein beim Lernen. Bin ich der einzige Mensch, der jedes Jahr den Wechsel der Jahreszeiten vor allem daran bemerkt, dass das Licht eine ganz andere Farbe bekommt? Und die Farbe hier ruft definitiv Frühling!
3. Lecker Mittagsessen in der Mittagspause. Eigentlich zwei Gründe zum Freuen: Einmal meine schicke Brotdose, die ich gekauft habe, als ich angefangen habe, ganze Tage in der Bibliothek zu verbringen. Und zweitens das lecker Mittagessen: Polenta und Tomaten mit Gurkensalat. Der kleine Aufwand jeden Tag extra etwas für das Mittagsessen zu kochen und einzupacken lohnt sich wirklich. Vor allem, da unsere Mensa vor allem teuer und ungesund ist (so gerne ich Pommes mag, nach einer Weile wird es ziemlich öde)
4. Der kleine Gärtner in mir freut sich immer, wenn Pflanzen nicht nur wachsen, sondern auch noch anfangen zu blühen. Das ist eine kürzlich gekaufte Citruspflanze. Das Blühen hat sie allerdings erst bei mir im Wohnzimmer angefangen. Hab ich also alles richtig gemacht beim Gießen ;)
5. Rose macht es selbst. Diesesmal: Dringend benötigter Ölwechsel. Ich bin ehrlich gesagt verdammt stolz, dass ich das ganz alleine hinbekommen habe. Und so ein bisschen mit den Händen arbeiten ist eine schöne Abwechslung zum Lernen.
6. Frühstücken gehen mit Freunden. Auf dem Foto sind gerade noch die Reste vom Cappuccino zu sehen. Das ist eine schöne Tradition bei uns. Immer wieder Sonntags treffen wir uns in wechselnden Cafes und frühtücken gemeinsam.
7. Bei dem großartigen Wetter hat es mich heute nicht in der Bibliothek gehalten. Also habe ich meine Sachen gepackt und habe mich vor der Uni in die Wiese gesetzt. Da lässt es sich gleich viel besser lernen.
Insgesamt macht es mir das Wetter natürlich sehr einfach. Bei so grandiosem Wetter kann man gar nicht so schlecht gelaunt sein. Aber es hat auch dazu geführt, dass ich am Wochenende zu wenig gelernt habe. Da ist langsam ein bisschen die Luft raus. Ich habe jetzt (nach neun Monaten) Halbzeit, es geht also genauso lange nochmal weiter mit dem Stress. Ich glaube, dass ich mit dem Projekt ziemlich zum richtigen Punkt angefangen habe. Ein paar Lichtblicke kann ich momentan brauchen. Ich bin jedenfalls gespannt, was sich so die nächsten 23 Tage noch ansammelt.
Dienstag, 3. März 2015
Die kleinen Momente im Alltag - Ein Fotoprojekt
Ich befinde mich ja momentan ziemlich im Lernstress. Trotzdem (oder genau deswegen) würde ich gerne ein kleines Fotoprojekt anfangen. Wenn man viel Zeit am Schreibtisch verbringt, und irgendwann jeder Tag nur noch gleich wirkt, verliert man manchmal die schönen Dinge aus den Augen. Die Sonne, die zum Fenster hereinscheint, die ersten blühenden Krokusse im Vorgarten, der frische Kaffee in der Mittagspause. All das, was auch lange Lerntage ein bisschen besonders und schön macht. Und um diese Momente ein bisschen bewusster zu erleben, und festzuhalten, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, habe ich mir jetzt selbst eine Aufgabe gestellt:
Was möchte ich also machen? Ich will versuchen, jeden Tag einen besonderen Moment, oder einfach nur den Alltag, auf einem Foto festzuhalten. Ich stelle dabei an mich selbst nicht den Anspruch, dass das großartige Fotografien werden müssen. Ich werde auch meine DSLR nicht jeden Tag mit in die Bibliothek nehmen, von daher werden es wahrscheinlich größtenteils Schnappschüsse mit dem Smartphone.
Was ich damit erreichen möchte? Nun, grundsätzlich einfach mal meinen Alltag festhalten. Als ich noch meine kleinere Bridgekamera hatte, habe ich sie wesentlich häufiger mitgeschleppt und es gab wesentlich mehr Alltagsaufnahmen. Seit ich jetzt die große DSLR besitze, nehme ich sie eigentlich nur noch mit, wenn ich wirklich ausdrücklich fotografieren will. Die Erlebnisse im Alltag fallen also komplett unter den Tisch und das würde ich gerne ändern. Gleichtzeitig besteht das Leben ja größtenteils nunmal aus Alltag und ich finde, der ist auch erinnerungswert. Ich will also am Ende auch einen bildlichen Eindruck festhalten, von meinem Leben im Studium, von den Plätzen, die ich jeden Tag besuche, von den kleinen Alltagsritualen, und von den Besonderheiten.
Außerdem glaube ich, dass das eine kleine Aufmerksamkeitsübung werden kann, mit der man beginnt, seinen Alltag und seine Umwelt bewusster wahrzunehmen und das Leben eben nicht mehr nur als grauen, immergleichen Trott wahrzunehmen. Das könnte also auch helfen, meine Lernzeit momentan ein bisschen schöner zu gestalten.
Also, ich bin gespannt, was mir die nächsten 30 Tage so vor die Linse kommt. Am Ende möchte ich dann eine Zusammenstellung machen von meinen 30 Fotos an 30 Tagen.
30 Tage, 30 Momente, 30 Fotos
Was möchte ich also machen? Ich will versuchen, jeden Tag einen besonderen Moment, oder einfach nur den Alltag, auf einem Foto festzuhalten. Ich stelle dabei an mich selbst nicht den Anspruch, dass das großartige Fotografien werden müssen. Ich werde auch meine DSLR nicht jeden Tag mit in die Bibliothek nehmen, von daher werden es wahrscheinlich größtenteils Schnappschüsse mit dem Smartphone.
Was ich damit erreichen möchte? Nun, grundsätzlich einfach mal meinen Alltag festhalten. Als ich noch meine kleinere Bridgekamera hatte, habe ich sie wesentlich häufiger mitgeschleppt und es gab wesentlich mehr Alltagsaufnahmen. Seit ich jetzt die große DSLR besitze, nehme ich sie eigentlich nur noch mit, wenn ich wirklich ausdrücklich fotografieren will. Die Erlebnisse im Alltag fallen also komplett unter den Tisch und das würde ich gerne ändern. Gleichtzeitig besteht das Leben ja größtenteils nunmal aus Alltag und ich finde, der ist auch erinnerungswert. Ich will also am Ende auch einen bildlichen Eindruck festhalten, von meinem Leben im Studium, von den Plätzen, die ich jeden Tag besuche, von den kleinen Alltagsritualen, und von den Besonderheiten.
Außerdem glaube ich, dass das eine kleine Aufmerksamkeitsübung werden kann, mit der man beginnt, seinen Alltag und seine Umwelt bewusster wahrzunehmen und das Leben eben nicht mehr nur als grauen, immergleichen Trott wahrzunehmen. Das könnte also auch helfen, meine Lernzeit momentan ein bisschen schöner zu gestalten.
Also, ich bin gespannt, was mir die nächsten 30 Tage so vor die Linse kommt. Am Ende möchte ich dann eine Zusammenstellung machen von meinen 30 Fotos an 30 Tagen.
Freitag, 27. Februar 2015
Ein Reisebericht in Bildern - Kreakränzchen #2
Ich gebe zu, ich habe es bisher wirklich leicht mit dem Kreakränzchen ;) Bisher passen die Themen so gut, dass ich gar nicht lange überlegen musste, um einen passenden Post schreiben zu können. Das Thema in Februar lautet also Fernweh und mein Fernweh habe ich in den letzten 2 Wochen in Thailand ausgiebig befriedigen können. Selbstgemacht sind in diesem Fall die Fotos. Ich fotografiere schon eine Weile und ich denke, dass im Urlaub auch ein paar herzeigbare Bilder entstanden sind.
Um ein bisschen beim Thema zu bleiben, und um das hier nicht in eine riesige Bilderflut ausarten zu lassen, habe ich mir schon im Urlaub Gedanken gemacht, was Fernweh für mich eigentlich ausmacht.
Fernweh ist....
...fremde Orte sehen wollen
| Man glaubt es kaum, aber es gibt ihn: Den Traumstrand. Eine kleine Bucht mit feinem Sand, türkisblaues Wasser, dahinter der Urwald, und um sich herum fast kein Mensch... |
| Der Khao Sok Nationalpark. Dschungel soweit das Auge reicht. |
| Meer gehört irgendwie zum Fernweh dazu. Und Sonnenuntergänge. |
...andere Lebenswelten und -weisen entdecken wollen
| Ein Schrein - vielleicht ein Geisterhaus? - bei einem buddhistischen Tempel |
| Häuser in einem Fischerdorf |
| Ein liegender Buddha und Seerosen, fotografiert in der Hotelanlage |
| Fischerboote in Koh Panyi. |
...ungewöhnliches Essen probieren wollen
| Typische Gerichte bei so einem fahrbare Imbisstand: Hähnchen, Würstchen am Spieß, Maiskolben und Frühlingsrollen. |
| Die Jackfrucht habe ich ehrlich gesagt gar nicht probiert. Sie hat mir dann doch zu komisch gerochen... |
...exotische Pflanzen und Tiere kennen lernen wollen
| Diese Vögel gab es überall. Wenn man nicht aufgepasst hat, haben sie einem das Essen geklaut. Es ist übrigens eine Hirtenmaina |
| Ölpalme. Neben Kautschuk das wichtigste landwirtschaftliche Erzeugnis in Südthailand. |
| Es gibt viele Tempel, die auch von Affen bevölkert werden. Und die kann man dann mit Erdnüssen füttern. |
| Bambus gibt es sehr häufig in Thailand. |
| Das ist irgendeine Helkonienart. Ist aber auch egal, die sind praktisch alle schön. |
Und zum Abschluss gibt es noch ein Beweisfoto, dass ich meine Shorts von neulich auch dabei und anhatte.
Ich weiß nicht, ob ich jetzt eher für mehr oder weniger Fernweh gesorgt habe. Ansonsten könnt ihr ja mal vorbeischauen, was anderen so zum Thema Fernweh eingefallen ist. Die Beiträge zum letzten Kreakränzchenthema waren jedenfalls klasse.
Dienstag, 10. Februar 2015
Sandalen selbstgemacht
Und weiter geht es mit den Sommersachen! :) Ich weiß, es ist vollkommen unpassend bei dem momentanen Wetter, aber mein Kopf steht momentan auf Sommer... Und weil es so gut funktioniert hat, und mir das Ergebnis richtig gut gefällt, habe ich mir gedacht, dass ich auch gleich eine Anleitung machen könnte.
Anleitung für selbstgemachte Sandalen
Man braucht:- ein Paar alte oder günstige Flipflops. Meine sind von Decathlon. Das einzige, was man beachten muss, ist, dass die Bänder der Schuhe sehr weit sein müssen. Ich habe das Problem regelmäßig, dass ich in Flipflops fröhlich herumrutsche, weil sie mir zu weit sind. Bei dieser Anleitung geht nämlich einiges an Weite verloren. Wenn man danach immer noch in die Schuhe passen will, sollten sie also so groß wie möglich sein.
- 2 Stoffstreifen. Ich glaube die waren bei mir jeweils knapp 2 Meter lang. Jersey ist gut geeignet, weil er nicht ausfranst und sich besser wickeln lässt.
- Textilkleber.
- Perlen. Oder alles, was einem so an Deko einfällt. Stoffblumen, Pailletten, Bänder, etc.
1. Am besten arbeitet mit beiden Flipflops parallel, dann wird es gleichmäßig.
2. Die Mitte des Stoffstreifens knotet man an die Stelle über dem Zehensteg. Wie ist eigentlich egal. Man kann die ersten Umwicklungen mit Textilkleber sichern. Und so wickelt man: Man nimmt sich die beiden Enden des Stoffstreifens und überkreuzt sie mittig.
3. Dann führt man je einen Streifen über den rechten und linken Riemen des Schuhs, dann wieder unterm Riemen zur Mitte zurück.
4. Dort überkreuzt man wieder die Streifen. Am schönsten wird es, wenn man darauf achtet, dass man jedesmal den gleichen Streifen über den anderen kreuzt, also beispielsweise immer den linken über den rechten Streifen (beim anderen Schuh dann umgekehrt). Eigentlich ist das wie beim Schuhe schnüren.
5. Nach jeder Überkreuzung zieht man die Streifen fest an. So werden die Riemen des Schuhs zusammengezogen und es ergibt sich dieser mittlere Steg.
6. Das ganze wiederholt man einige Male, je nachdem wie lange der Steg werden soll, und wie weit der Schuh am Ende noch sein soll.
7. Wenn man mit dem mittleren Steg fertig ist, nimmt man einfach den linken Streifen und wickelt ihn die eine Seite des Stegs entlang bis zum Ende.
8. Das gleiche wiederholt man auf der anderen Seite. Die Enden kann man einfach mit Textilkleber fixieren und abschneiden.
9. Wer mag, kann noch den Zehensteg mit einem kleinen Streifen Stoff umwickeln und das ebenfalls mit Textilkleber festkleben.
Ich habe die Schuhe am Ende einfach noch mit ein paar Perlen bestickt. Und fertig sind die neuen schicken Sandalen. Wesentlich schömer als die blöden Plastiktreter, die sie vorher waren !
So und damit verabschiede ich mich erstmal in den Urlaub. Danach gibt es dann bestimmt einen Reisebericht mit vielen tollen Fotos!
Samstag, 7. Februar 2015
Many Shades of Grey - Langzeitprojekt: Pullover #1
Heute zur Ausnahme mal etwas, das besser in den Winter passt. Die Kurzfassung der Geschichte lautet: Ich habe einen Stoff und aus diesem Stoff soll ein Pullover werden. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht.
Um mal ganz von vorne anzufangen: Ungefähr als ich ernsthaft mit dem Nähen angefangen habe, habe ich im lokalen Stoffladen einen Strickstoff gesehen. Ich hatte mir bis dahin überhaupt keine Gedanken gemacht, dass man Strickpullover nicht nur Stricken, sondern auch Nähen kann. Und da ich zwar stricken kann, aber mein Durchhaltevermögen bisher maximal für Socken gereicht hat, hat sich die Idee in meinem Kopf festgesetzt, einmal einen Strickpullover zu nähen.
In einigen Burda-Zeitschriften bin ich dann auch immer wieder über Schnitte gestolpert, die geeignet wären. Und letzten Herbst (ich glaube September...) habe ich dann entdlich den richtigen Stoff gefunden.
Grauer Strickstoff, ich glaube 50% Wolle, schön warm und überraschend günstig. Tja. Jetzt ist der Stoff da und ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Grau ist sowohl eine schwierige Farbe als auch eine tolle Farbe. Ich trage zwar viel grau, weiß dafür aber auch, dass das ganz schnell sehr langweilig aussehen kann. Vor allem, weil mein Kleiderschrank nur sehr wenige farbige Klamotten beherbergt, stattdessen viel schwarz und viel grau. Von wegen graue Maus und so....
Es gibt eigentlich zwei Möglichkeiten um mit der textilen Monotonie fertig zu werden. Entweder man greift das auf und macht das zum Prinzip des ganzen Kleiderstücks. Monochrome Farbe trifft schlichten Schnitt. Solange einem das gut steht, wäre es immerhin ein Kleidungsstück, das alles kann. Je nach Styling und Accessoires geht dann alles, chic genauso wie gemütlich, und farblich passt auch alles...Genau aus diesem Grund besitze ich allerdings schon vier solcher einfachen Pullover.
Also die zweite Möglichkeit: Ein interessanter Schnitt. Also einer, der Styling unnötig macht und schon von sich aus ein Hingucker ist. Und an diesem Punkt bin in nun. Ich habe alle meine Nähzeitschriften geplündert, mir viel Inspiration gesucht, aber so richtig fündig geworden bin ich noch nicht. Wird also wirklich ein Langzeitprojekt. Und darüber möchte ich hier schrittweise berichten, meine Ideen zeigen und dann am Ende hoffentlich ein tragbares Kleidungsstück. Bis dahin bewundere ich noch ein wenig den grauen Stoff mit all seinen Schattierungen.
PS: Warum ich dann hier darüber schreibe, obwohl ich noch nichts herzeigen kann, und obwohl alles noch sehr vage ist, ist sehr einfach. Nähen ist nicht immer einfach nur Schnitt+Stoff=Kleidungsstück. Häufig steckt dahinter ein langer Prozess. Dieser Prozess ist unter anderem der Grund, warum mir Nähen so viel Spaß macht. Für mich zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch alle Gedanken, die dahinter stecken. Ich lese auch von anderen immer unglaublich gerne, woher sie ihre Ideen haben, was so alles in das Endprodukt eingeflossen ist, auch wenn man es am Ende vielleicht gar nicht mehr sieht. Das macht unter anderem auch den Wert aus, den so ein Kleidungsstück für einen selbst hat.
Um mal ganz von vorne anzufangen: Ungefähr als ich ernsthaft mit dem Nähen angefangen habe, habe ich im lokalen Stoffladen einen Strickstoff gesehen. Ich hatte mir bis dahin überhaupt keine Gedanken gemacht, dass man Strickpullover nicht nur Stricken, sondern auch Nähen kann. Und da ich zwar stricken kann, aber mein Durchhaltevermögen bisher maximal für Socken gereicht hat, hat sich die Idee in meinem Kopf festgesetzt, einmal einen Strickpullover zu nähen.
In einigen Burda-Zeitschriften bin ich dann auch immer wieder über Schnitte gestolpert, die geeignet wären. Und letzten Herbst (ich glaube September...) habe ich dann entdlich den richtigen Stoff gefunden.
| In Wirklichkeit wirkt der Stoff noch ein gutes Stück dunkler |
Grauer Strickstoff, ich glaube 50% Wolle, schön warm und überraschend günstig. Tja. Jetzt ist der Stoff da und ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Grau ist sowohl eine schwierige Farbe als auch eine tolle Farbe. Ich trage zwar viel grau, weiß dafür aber auch, dass das ganz schnell sehr langweilig aussehen kann. Vor allem, weil mein Kleiderschrank nur sehr wenige farbige Klamotten beherbergt, stattdessen viel schwarz und viel grau. Von wegen graue Maus und so....
Es gibt eigentlich zwei Möglichkeiten um mit der textilen Monotonie fertig zu werden. Entweder man greift das auf und macht das zum Prinzip des ganzen Kleiderstücks. Monochrome Farbe trifft schlichten Schnitt. Solange einem das gut steht, wäre es immerhin ein Kleidungsstück, das alles kann. Je nach Styling und Accessoires geht dann alles, chic genauso wie gemütlich, und farblich passt auch alles...Genau aus diesem Grund besitze ich allerdings schon vier solcher einfachen Pullover.
![]() |
| Die vier grauen Eminenzen unter sich. |
Also die zweite Möglichkeit: Ein interessanter Schnitt. Also einer, der Styling unnötig macht und schon von sich aus ein Hingucker ist. Und an diesem Punkt bin in nun. Ich habe alle meine Nähzeitschriften geplündert, mir viel Inspiration gesucht, aber so richtig fündig geworden bin ich noch nicht. Wird also wirklich ein Langzeitprojekt. Und darüber möchte ich hier schrittweise berichten, meine Ideen zeigen und dann am Ende hoffentlich ein tragbares Kleidungsstück. Bis dahin bewundere ich noch ein wenig den grauen Stoff mit all seinen Schattierungen.
PS: Warum ich dann hier darüber schreibe, obwohl ich noch nichts herzeigen kann, und obwohl alles noch sehr vage ist, ist sehr einfach. Nähen ist nicht immer einfach nur Schnitt+Stoff=Kleidungsstück. Häufig steckt dahinter ein langer Prozess. Dieser Prozess ist unter anderem der Grund, warum mir Nähen so viel Spaß macht. Für mich zählt nicht nur das Ergebnis, sondern auch alle Gedanken, die dahinter stecken. Ich lese auch von anderen immer unglaublich gerne, woher sie ihre Ideen haben, was so alles in das Endprodukt eingeflossen ist, auch wenn man es am Ende vielleicht gar nicht mehr sieht. Das macht unter anderem auch den Wert aus, den so ein Kleidungsstück für einen selbst hat.
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Work in Progress
Mittwoch, 4. Februar 2015
Sommerklamotte 2
Leider ist es mit dem Nähen so, dass nicht immer alles so wird, wie man es sich wünscht. Dieses Kleid ist so ein Beispiel:
Die Shorts, die ich neulich vorgestellt habe, haben ja nur wirklich sehr wenig von dem wunderbaren Leinenstoff verbraucht. Der Rest sollte ein Kleid werden. Eigentlich habe ich ihn dafür gekauft. In meinem Kopf sollte das etwas in der Art Outdoor-Safari-Hemd-bloß-als-Kleid-Indiana-Jones-mäßiges werden. Tja, wie das so ist, wenn man eine ganz genaue Vorstellung im Kopf hat, findet sich nie ein Schnitt. Jedenfalls nicht DER Schnitt. Und als mein selbst auferlegtes Nähfasten (aka Magisterarbeit) ein Ende gefunden hat, habe ich einfach beschlossen, dass das jetzt einfach mal gemacht wird. Nicht mit dem optimalen Schnitt. Aber mit einem interessanten Schnitt.
Und zwar Kleid Nr. 118 aus der Burda 02/2014. Das Risiko war, dass solche Oversize-Schnitte gerne mal an Durchschnittsmenschen ziemlich dämlich aussehen. War dann auch so. Es sah aus wie eine überdimensionierte Kittelschürze. Was man auf dem Foto von Burda nicht so gut sieht (wohl aber in der technischen Zeichnung), ist, dass die Ärmel auch verdammt weit sind. Das war nicht schönzureden. Also habe ich es kurzerhand wieder auseinandergenommen, Weite in den Ärmeln und am Oberkörper rausgenommen und wieder zusammen gesetzt. Und tadaaa: Es ist wirklich gut tragbar geworden.
Man kann das ganze, wenn man mag, auch noch mit einem Gürtel auf Figur bringen. Ich mag es aber (speziell für die Reise in den Süden) eigentlich ganz gern so locker. Kann man mal schnell über den Bikini ziehen und ist sofort gut angezogen. Mag ich.
Und so wie es jetzt ist, wandert das Kleid auch direkt in meinen Urlaubskoffer.
Die Shorts, die ich neulich vorgestellt habe, haben ja nur wirklich sehr wenig von dem wunderbaren Leinenstoff verbraucht. Der Rest sollte ein Kleid werden. Eigentlich habe ich ihn dafür gekauft. In meinem Kopf sollte das etwas in der Art Outdoor-Safari-Hemd-bloß-als-Kleid-Indiana-Jones-mäßiges werden. Tja, wie das so ist, wenn man eine ganz genaue Vorstellung im Kopf hat, findet sich nie ein Schnitt. Jedenfalls nicht DER Schnitt. Und als mein selbst auferlegtes Nähfasten (aka Magisterarbeit) ein Ende gefunden hat, habe ich einfach beschlossen, dass das jetzt einfach mal gemacht wird. Nicht mit dem optimalen Schnitt. Aber mit einem interessanten Schnitt.
Und zwar Kleid Nr. 118 aus der Burda 02/2014. Das Risiko war, dass solche Oversize-Schnitte gerne mal an Durchschnittsmenschen ziemlich dämlich aussehen. War dann auch so. Es sah aus wie eine überdimensionierte Kittelschürze. Was man auf dem Foto von Burda nicht so gut sieht (wohl aber in der technischen Zeichnung), ist, dass die Ärmel auch verdammt weit sind. Das war nicht schönzureden. Also habe ich es kurzerhand wieder auseinandergenommen, Weite in den Ärmeln und am Oberkörper rausgenommen und wieder zusammen gesetzt. Und tadaaa: Es ist wirklich gut tragbar geworden.
Man kann das ganze, wenn man mag, auch noch mit einem Gürtel auf Figur bringen. Ich mag es aber (speziell für die Reise in den Süden) eigentlich ganz gern so locker. Kann man mal schnell über den Bikini ziehen und ist sofort gut angezogen. Mag ich.
Und so wie es jetzt ist, wandert das Kleid auch direkt in meinen Urlaubskoffer.
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